Umgebung

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Naturschutzgebiet der Kiefer von Taberbrück [Rezerwat przyrody "Sosna Taborska"]

Das Gebiet umfasst die Wälder, die über 230 Jahre alt sind und die meistens mit einer Kiefersondergattung (sosna taborska) bewachsen sind. Diese Kiefergattung war in der ganzen Welt für den Bau von Segelbootmasten genutzt. Auf dem Naturschutzgebiet werden Untersuchungen der Langlebigkeit der Wälder geführt. Eine Attraktion stellt eine 1,5 km lange didaktische Route mit Informationsschildern dar.

Naturschutzgebiet "Fluss Drwęca" [Rezerwat przyrody "rzeka Drwęca"]

Das längste ichthyologische Naturschutzgebiet in Polen. Unter Schutz steht hier die Wasserumwelt und die Fische: Forelle, Edellachs, Seeforelle, Zährte, Neunauge und andere. Im Ökosystem des Flusses finden viele Wasser- und Sumpfvögel optimale Lebensbedingungen.

„Refugialgebiet der Biber am Fluss Pasłęka” [Ostoja bobra na rzece Pasłęce]

Das Naturschutzgebiet wurde 1970 zwecks Erhaltung des Biber-Lebensraumes gegründet. Es umfasst den Fluss Pasłęka mit Grundstücken von der Flussquelle bis zur Stadt Braniewo mit drei Seen: Sarąg, Łęguty und Isąg Die Biber haben sich hier im 18. Jahrhundert angesiedelt. Leider sind sie kurz danach ganz ausgestorben. Es wird behauptet, dass diese Tiere in Ermland und Masuren am Anfang des 19. Jahrhunderts als Schädling bekämpft wurden. Die Biber haben sich hier erneut dank menschlicher Mühe angesiedelt.

Czarne-See (Kliniak

Der Czarne-See ist ein Flora-Naturschutzgebiet, das einen See mitten im Wald mit dessen Ufer umfasst. Das Brachsenkraut kommt in Polen äußerst selten vor. Die Pflanze kommt aus der präglazialen Zeit und wird als ein boreal-atlantisches Relikt klassifiziert und steht unter Naturschutz. Der Seeboden wird mit Torfmoos bewachsen.

Naturdenkmal - älteste Kiefer von Taberbrück

Die älteste Kiefer von Taberbrück ist...ca. 290 Jahre alt. Sie ist 36 Meter groß und... 3,5 Meter breit. Das Holz aus dem Taberbrücker Urwald war in der ganzen Welt als bestes Schiffsbaumaterial bekannt. Aus diesem Holz wurden die Masten von fast allen europäischen Schiffen gebaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Holz aus der Kiefer von Taberbrück für den Wiederaufbau des Nationaltheaters in Warschau gebraucht. Heute steht die Kiefer von Taberbrück unter Naturschutz, da sie das Naturschutzgebiet bewächst.

Perkun Eiche – Wirt im Wald

Die Eiche Perkun ist ein Naturdenkmal. Sie ist 27 Meter groß und ca... 600 Jahre alt. In deren Stamm gibt es ein großes Baumloch, in welchem genug Platz für einige Personen ist.

Barduń

Im Dorf wohnt eine autochthone Familie Mazur. Sie gehört zu einer kleinen Gruppe von Familien, die nach dem 2. Weltkrieg in Masuren geblieben sind. Im Dorf sind auch ein Förstereigebäude aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ein alter Friedhof erhalten geblieben.

Biesal

Die evangelische Bevölkerung des Dorfes hat hier Ende des 19. Jahrhunderts eine Kapelle gebaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie durch Katholiken übernommen und als Kapelle der Unbefleckten Empfängnis der Heiligen Jungfrau Maria genannt. In Biesal blieben auch hölzerne Bauernhäusern aus dem 19. Jahrhundert sowie gemauerte Häuser aus der Jahrhundertwende (19./20. Jahrhundert) erhalten.

Plichta

Plichta ist mit masurischen Häusern aus der Jahrhundertwende (19./20. Jahrhundert) bebaut. Im Zentrum des Dorfes steht ein schönes hölzernes Haus mit einer Veranda. Vom Hügel aus breitet sich das Dorfpanorama. Am Rande der Ortschaft (zurzeit ein privates Grundstück) blieben Reste eines Denkmals erhalten, das zum Gedenken an die Opfer des 1. Weltkrieges errichtet wurde.

Zawady Małe – Denkmal für die Ermordeten

In Zawady Małe spielte eine Tragödie ab – die Nazis ermordeten hier in der Nacht vom 21. auf den 22. Januar 1945 107 Polen und 11 Russen – Häftlinge, die aus dem deutschen Konzentrationslager Soldau in Działdów eskortiert wurden. An der Straße im Wald befindet sich ein Friedhof und drei Denkmäler für die Ermordeten.

Perlen von West-Masuren

Elblinger Kanal [kanał elbląski] - Verbindung zwischen Ostróda und Elbląg

Einer der Kanalarme verbindet Stare Jabłonki mit Ostróda. Der Kanal ist eine Hauptattraktion nicht nur in West-Masuren sondern in ganz Ermland und Masuren oder sogar in Polen und in der Welt. Der hohe Rang dieses Systems von Wasserwegen ergibt sich aus der Einzigartigkeit dessen Lösungen im Bereich des hydrotechnischen Bauwesens. Gebaut wurde der Kanal für Wirtschaftszwecke in den Jahren 1844-1881. Er funktioniert bis heute und versetzt die Touristen in Staunen. Er ist ein Werk der materiellen Kultur und des technischen Denkens sowie ein Denkmal des Zivilisationserbes. Der Kanal ist ein einziger Kanal in Europa, der mit einem 120 Jahre alten und nach wie vor funktionierenden System für den Landestransport von Schiffen ausgestattet ist. Dank vier Schleusen und fünf Hellingen kann ein Gefälle von beinahe 100 Metern zwischen dem Wasser des Pniewo-Sees in Masuren und des Druzno-Sees in Marschland überwunden werden. Die oben geschilderte Lösung zeichnet dieses technische Wunder aus dem 19. Jahrhundert aus. Die Hellinge sind einmalige Geräte, die dazu dienen, dass sich die Schiffe auf dem Land bergauf und bergab auf speziellen mit Wasserrädern angetriebenen Schienenplattformen bewegen können. Man kann in den Gemeinden Pasłęk und Rychliki (Kreis Elbląg [Elbling]) bewundern, wie die Hellinge funktionieren. Der Wasserweg besteht aus drei Hauptstrecken mit einer Gesamtlänge von 130 km mit vielen Wasserarmen, zu denen Seen und schiffbare Flussstrecken zählen. Die längste Strecke verbindet Ostróda mit Elbląg, die zweite Strecke Miłomłyn mit Iława und die dritte Strecke Ostróda mit Stare Jabłonki. Durch den Fluss Elbląg und den Weichsel Stausee [Zalew Wiślany] verbindet der Kanal Masuren mit der Ostsee.

Schlacht bei Tannenberg [Bitwa pod Grunwaldem]

In der Nähe des Dorfes Tannenberg [Grunwald] in der gleichnamigen Gemeinde (im Kreis Ostróda) - ein Ort von besonderer Bedeutung für die polnische Geschichte. Am 15. Juli 1410 ereignete sich hier eine der größten Schlachten des mittelalterlichen Europas, die zwischen dem Heer des Deutschen Ordens und der polnisch-litauischen Streitmacht ausgefochten wurde. Die polnisch-litauische Streitmacht errang einen spektakulären Sieg. Im Gedenken an den Sieg wurde ein Denkmal errichtet, am Fuße dessen sich ein Schlachtmuseum befindet. Zu jedem Jahrestag der Schlacht werden in diesem historischen Ort riesengroße Kostümvorstellungen organisiert, an denen Tausende Ritter (Rittervereine aus ganz Europa) und Touristen teilnehmen.

Jeziorak See [jezioro Jeziorak]

Jeziorak ist der längste (27 km) und der sechsgrößte See Polens. Auf dem See gibt es auch die größte Binneninsel Polens - Wielka Żuława Am Jeziorak See spielt auch die Aktion des Buches „Nowe przygody Pana Samochodzika" von Zbigniew Nienacki ab, wo der Titelheld nach den im 2. Weltkrieg geraubten Schätzen sucht. 2012 wurde Jeziorak im Rahmen einer durch die Monatszeitschrift „National Geographic Traveler” zu den 7 Wundern Polens gerechnet.

Andere touristische Attraktionen in der Umgebung:

  • » Gietrzwałd - Marien-Sanktuarium, ermländisches Wirtshaus
  • » Museum des Volksbaus - Ethnografischer Park in Olsztynek
  • » Wald-Arboretum in der Försterei Kudypy
  • » Olsztyn - Schloss, Planetarium und astronomisches Observatorium, Ermland-Masuren-Aeroklub
  • » Ostróda - Schloss des Deutschen Ordens